Footer Text: Lorem ipsum dolorFolgende Durchschnittspreise für Endverbraucher wurden bei 5 Mitgliedsfirmen der Brennstoffhändler-Vereinigung Dillenburg/Biedenkopf für die jeweiligen Abnahmemengen ermittelt, bezogen auf je 100 Liter Marken-Heizöl schwefelarm:Die Preise gelten für eine Abladestelle und sind Tagespreise ohne Gewähr(Copyright by Futures-Services)21. Februar 2012 Öl-Futures konsolidieren auf hohem Niveau - Troika beschließt HilfskrediteICE Gasoil März ging am Montag bei 1.012,25 Dollar aus dem Handel (offizieller Schluss). Das waren +9,75 Dollar gegen Schluss Vortag. Die Umsätze lagen bei rund 30.400 Kontrakten klar unter Durchschnittsniveau.Die Ölbörsen in London und New York starteten am frühen Montag Morgen mit einer festen Tendenz in den Tag, nachdem die Mindestreserveanforderungen für chinesische Geschäftsbanken am Wochenende gesenkt wurden und die Händler von der „Troika“ den Beschluss für neue Griechenlandhilfen erwarteten. Auf Grund des US Feiertages (President's Day) und langwierigen Verhandlungen der EU Regierungen, die bis zum Abend noch nicht abgeschlossen waren, fehlten gestern richtungsweisende Impulse. Die Widerstände an ICE und NYMEX erwiesen sich als stabil und sorgten im Tagesverlauf immer wieder für leichte technische Gewinnmitnahmen. Schlussendlich konsolidierten die Futures innerhalb einer recht engen technischen Spanne auf hohem Niveau, wobei das Handelsinteresse wegen des US Feiertages als sehr gering bezeichnet wurde, siehe auch Tickcharts. Der Brent-WTI Spread hat sich gestern um über einen Dollar verringert und liegt bei den April Kontrakten bei ca. 14,70 Dollar. Analysten nennen vor allem Positionsmanöver bei WTI im Zuge des Frontmonatwechsels heute Abend als Ursache für die Annährung der beiden Referenzsorten.Iran: Teheran hatte bereits am Wochenende angekündigt kein Öl mehr nach Großbritannien und Frankreich zu exportieren und droht nun mit einer Ausweitung des Lieferstopps auch auf weitere EU-Länder. Das Embargo gegen die Briten und Franzosen hatte keinen Einfluss auf den Handel, da beide Länder bereits von sich aus die Importe aus dem Iran auf null reduziert hatten. Sollten die übrigen EU-Länder ihre feindliche Haltung gegenüber dem Iran nicht aufheben, so werden diese künftig ebenfalls von dem Lieferstopp betroffen sein, heißt es aus dem Iran. Man werde nach Europa Öl nur noch mit „2 bis 5 Jahreskontrakten verkaufen ohne Vorbedingungen [...], sonst werden die Exporte eingestellt“, so Ahmed Ghalebani, Geschäftsführer der National Iranian Oil Co. (NIOC).Unterdessen äußert sich Didier Houssin von der IEA optimistisch, dass Europa einen Exportstopp des Irans durchaus bewältigen kann. Es gebe ausreichend alternative Anbieter, auf die europäische Importeure bereits jetzt vermehrt zurückgreifen. Zudem werde der Rohölbedarf in den kommenden Monaten ohnehin zurückgehen, wenn die Raffinerien ihre saisonalen Wartungsarbeiten durchführen. Houssin betonte erneut, dass die IEA bereit sei bei einer signifikanten Störung des Ölangebots Reserven freizugeben, ähnlich wie im vergangenen Jahr während des Bürgerkriegs in Libyen. Analysten werten Statements in diese Richtung als Beruhigungspille für die zunehmende Befürchtung der Marktteilnehmer, dass der Streit über das iranische Atomprogramm in einer militärischen Auseinandersetzung münden könnte.Griechenland: Die EU, IWF und EZB haben sich erst heute Nacht auf die Auszahlung weiterer Hilfskredite in Höhe von 130 Mrd. Euro verständigt. Der Schuldenschnitt der privaten Gläubiger soll zudem 53,5% betragen und liegt damit über dem ursprünglich anvisierten Ziel von 50%. Darüber hinaus soll der Beitrag der EZB an der Sanierung Griechenlands steigen. Gewinne aus den Griechenlandanleihen sollen an die Mitgliedsländer ausgeschüttet werden, die diese dann an Griechenland weitergeben könnten. Wie genau dieser Prozess ablaufen soll, scheint allerdings noch nicht abschließend geklärt worden zu sein. Der Auszahlung der Hilfskredite, die die Zahlungsunfähigkeit der Hellenen im kommenden Monat verhindern soll, steht nun nichts mehr im Wege.Marktlage: Auch wenn die bisherigen Exporteinschränkungen des Irans in die Europäische Union keinen großen Einfluss hatten, könnte sich dies bei weiteren Lieferstopps ändern. Der Iran beteuerte zuletzt zwar stets, dass es kein Problem sei in Asien alternative Abnehmer für die Öllieferungen zu finden, die Sanktionen der USA am Geldmarkt erschweren es den Käufern allerdings das Öl mit der üblichen Handelswährung US Dollar zu bezahlen. Die Versuche Öllieferungen anderen Währungen zu bedienen funktioniert allerdings nur begrenzt. Marktteilnehmer die mit der Problematik vertraut sind rechnen daher damit, dass die Ölproduktion des Irans in den kommenden Monaten deutlich sinken wird. Aktuell exportiert Teheran rund 2,2 Mio. Barrel Rohöl am Tag, während die Reservekapazitäten der OPEC auf rund 2,82 Mio. Barrel am Tag geschätzt werden. Damit könnte auch im Falle einer militärischen Auseinandersetzung ein kompletter Wegfall der iranischen Exporte ersetzt werden. Die Risikoprämie würde dann allerdings für eine enorme Preisrallye sorgen, da angesichts der dann stark reduzierten Reservekapazität jedes weitere angebotsseitige Problem physische Knappheiten verursachen würde.Die Nachfrage aus Asien nach Rohöl aus der Nordsee hat in den vergangenen Monaten stetig zugenommen und bleibt aktuell auch weiter hoch. Der Wegfall der sudanesischen Exporte nach Asien stützen diese Tendenz weiter. In Japan wurde am Montag der Takahama Atomreaktor für Wartungsarbeiten heruntergefahren, wodurch dem Land zur Stromversorgung nur noch 2 Atomreaktoren zur Verfügung stehen. Damit steigt die Abhängigkeit Japans von fossilen Brennstoffen, dessen Nachfrage nach Ölprodukten folglich weiter zunehmen dürfte.Fundamental neutral bis bullish: IEA sieht keine Versorgungsprobleme bei Wegfall der iranischen Ölexporte. Weg frei für griechisches Hilfspaket. Nachfrage aus Asien bleibt weiter hoch. Iran droht weiteren europäischen Ländern mit sofortigem Exportstopp. Lieferausfälle des Sudans können kurzfristig nicht wieder hergestellt werden. Streik im Jemen blockiert Exporte. IEA Monatsreport bearish. OPEC Monatsbericht etwas bearish. EIA Monatsreport leicht bullish. Massive Sanktionen des Westens gegen den Iran. Produktionsausfälle aus dem Sudan. IEA will bei signifikanten Angebotsausfällen Reserven freigeben. EU Ölembargo zum 1. Juli beschlossen. Europäische Schuldenkrise belastet.Charttechnik neutral: Während der Stochastik bei WTI ohne Impuls bleibt, ist der Indikator an der ICE bereits leicht bearish, siehe auch Chartanalyse. Nach Ansicht der Charttechniker entstehe allerdings erst ein eindeutiger Verkaufsimpuls wenn die Unterstützung bei 118,90 Dollar Brent und der psychologische Bereich bei 1.000,00 Dollar Gasoil nach unten durchbrochen werden. Dann sei nach Ansicht der Analysten mit weiteren technischen Verkäufen zu rechnen. Die nächste markante Unterstützungslinie bei WTI findet sich hingegen erst bei 102,00 Dollar wieder. Sollten sich die Unterstützungen allerdings als stabil erweisen, sei mit einer Fortsetzung Konsolidierung auf hohem Niveau zu rechnen, so der Tenor.Notierungen im elektronischen Handel kaum verändert zu gestern Nacht. Der feste Euro, bzw. schwache US Dollar nach Bekanntgabe der Einigung innerhalb der Troika verhindert derzeit einen Test der Unterstützungsbereiche. Das Handelsinteresse an der NYMEX liegt für diese Tageszeit weit über Durchschnittsniveau. Da der Parketthandel gestern geschlossen blieb und der elektronische US Handel über Globex von 19:15 Uhr bis 0:00 Uhr pausierte, ist das Volumen im frühen Handel heute Morgen entsprechend hoch. Zudem wechseln viele Teilnehmer bei WTI vom März in den April Kontrakt, der ab heute Abend 20:30 Uhr den neuen Frontmonat bildet. Marktteilnehmer warten nun auf die Eröffnung der europäischen Börsen, auf neue Impulse vom Devisenhandel. Im Wirtschaftskalender findet sich heute lediglich der Chicago Fed National Activity Index wieder (siehe auch Wirtschaftskalender).ICE Gasoil März handelt aktuell bei 1.008,50 Dollar -3,75. Das liegt innerhalb der rechnerischen Erwartung. Verkaufsangebote bei 1.008,50 Dollar, Kaufinteresse bei 1.008,25 Dollar. ICE Brent März handelt bei 119,95 Dollar, das sind -0,10 Dollar zum Schluss Montag Abend.ICE Gasoil März wird nach den aktuellen Indikationen bei -3,00 bis -4,50 Dollar bei ca. 1.008,50 Dollar erwartet. Im Vergleich zum Schluss der ICE Montag bei 1.012,25 Dollar. Vergleiche auch Gasoil Index oberhalb des Morgenreports und aktuelle Notierungen auf der Universalseite (auf bid und ask achten).***KORREKTUR*** Die Inlandspreise für Heizöl (Basis rechnerischer Index Rheinschiene) werden danach bei ca. -0,35 bis -0,45 Euro per 100 Liter erwartet.Heizöl-Preise